WorldWebForum 2017

Eine der bedeutendsten Veranstaltungen zum Thema Digitalisierung hierzulande machte 2017 im StageOne Station

Die grösste Veranstaltung zur Digitalisierung in der Schweiz lockte über 1400 Leute nach Oerlikon, wo im StageOne das fünfte World Web Forum stattfand. Beim erstmals zweitägigen Anlass handelt es sich nicht um eine Tech-, sondern um eine Business-Konferenz, betont Gründer Fabian Hediger. "Wir sprechen an diesem Anlass nicht über Digitalstrategien, sondern es geht um Geschäftsstrategien in einer digitalen Welt."

Die Teilnehmer, darunter viele CEOs wie etwa Urs Schaeppi (Swisscom), Ivo Furrer (Swiss Life) oder Susanne Ruoff (Post), Marc Walder (Ringier), Christoph Tonini (Tamedia), aber auch Kaderleute der Werbebranche erwartete ein hochkarätiges Podium. Während Insead-Professorin Herminia Ibarra in ihrem Referat über moderne Führungsstrategien für mehr Mut plädierte und aufforderte, erst zu tun und später zu analysieren anstatt immer zuerst zu denken, bevor man handelt, sprach Google-IT-Infrastrukturchef Urs Hölzle über Künstliche Intelligenz. Firmenchefs drohe noch lange keine Gefahr, durch Roboter ersetzt zu werden. "Ich denke, es ist schwierig, Management und Führung zu automatisieren", sagte er. Denn es gebe viele Aspekte menschlicher Interaktion, die für uns Menschen offensichtlich seien, aber maschinelles Lernen absolut nicht beherrsche. "Da besteht noch eine grosse Kluft", sagte der Baselbieter, der nach den Google-Gründern Sergey Brin und Larry Page der dienstälteste Mitarbeiter des Suchmaschinenkonzerns ist. 

Desweiteren wurde Tim Berners-Lee, der Erfinder des öffentlichen Internets, für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der Preis wurde dem Briten von Bundesrat Johann Schneider-Ammann überreicht. Der Physiker und Informatiker Berners-Lee stellte vor einem Vierteljahrhundert die erste öffentlich zugängliche Webseite der Welt am CERN in Genf vor. Auf ihn geht die gemeinsame "Sprache" zurück, in der am Internet angeschlossene Rechner kommunizieren und Daten austauschen können. Diese Sprache wurde Hypertext Transfer Protocol, kurz HTTP, genannt. Zudem legte Berners-Lee die Grundlagen für das Surfen im Internet von einer Webseite zur anderen.

Johann Schneider-Ammann seinerseits erhielt ebenfalls ein Präsent: Damit die Schweiz in der digitalen Transformation weltweit eine führende Rolle spielen kann, haben 50 Unternehmer, Wissenschaftler, Pioniere und Politiker zusammen mit der Standort-Initiative digitalswitzerland ein digitales Manifest verfasst. Dieses haben sie dem Bundesrat übergeben. 
smARTec fungierte als technischer Komplettdienstleister und stattete die Halle mit der entsprechenden Audio-, Licht- und Videotechnik aus. Neben den Plenarsessions in der Haupthalle fanden zahlreiche Breakout Session in den Nebenräumen des StageOnes statt, welche ebenfalls bedarfsgerecht eingerichtet wurden. Zudem zeichnete das Schweizer Fernsehen für diverse Formate Sendungen und Interviews vor Ort auf. Für das Wirtschaftsmagazin ECO wurde der Anlass gar live gestreamt. So galt es, den komplexen Event fernsehtauglich umzusetzen, was in guter Zusammenarbeit mit den Kollegen des tpc bestens klappte.

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